Adventskalender mit Samenbomben füllen

Vierundzwanzig Türchen, und hinter der Hälfte davon steckt Schokolade, die im Januar niemand mehr sehen will. Samenbomben lösen das Problem auf eine hübsche Art: Sie kosten wenig Platz, machen keinen Zucker, und im Mai steht auf der Fensterbank etwas, das im Dezember angefangen hat.
Wie man einen Adventskalender damit füllt, ohne dass es am 24. langweilig wird, steht hier — mit Mengen, Türchentexten und einem ehrlichen Wort dazu, was im Dezember geworfen werden kann und was nicht.
1. Wie viele Kugeln braucht ein Kalender?
Die einfachste Variante: eine Kugel pro Türchen, also vierundzwanzig Stück. Genau dafür gibt es das Set Vierundzwanzig lose — lose Kugeln ohne Verpackung, damit du sie in deine eigenen Tüten, Säckchen oder Schachteln füllen kannst.
Wer den Kalender teilt — zwei Kinder, zwei Fensterbänke — nimmt zwei Sets oder gleich Vierzig lose. Für Vereine, Kollegien und Kindergruppen, die viele gleiche Kalender packen, rechnet man am einfachsten mit Hundert lose: vier Kalender pro Set, plus Reserve.
Faustregel: 24 Kugeln = ein voller Kalender. 100 Kugeln = vier Kalender mit vier Kugeln Bruchreserve. Ein bis zwei Kugeln gehen beim Packen immer kaputt oder rollen unter den Schrank.
2. Nicht jedes Türchen muss eine Kugel sein
Ein Kalender, in dem vierundzwanzig Mal dasselbe steckt, wird ab dem achten Türchen zäh. Schöner wird es gemischt. Bewährt hat sich diese Aufteilung:
- 16 Türchen
je eine Samenbombe, jeweils mit einem kurzen Satz dazu, was daraus wird.
- 4 Türchen
Zubehör: ein Tütchen Erde, ein Holzstäbchen als Pflanzschild, ein Bleistift, ein kleiner Übertopf.
- 3 Türchen
Wissen: ein Zettel mit einer Blume, einem Insekt oder einer Frage. „Welche Blume blüht als erste im Jahr?"
- 1 Türchen — der 24.
das Große: der Übertopf mit Erde, fertig zum Losbauen, oder ein Gutschein für ein gemeinsames Beet im Frühjahr.
Mit dieser Aufteilung reichen sechzehn bis zwanzig Kugeln — ein Set genügt also auch dann, wenn du gemischt packst.
3. Die Verpackung der einzelnen Kugeln
Eine Samenbombe ist ungefähr so groß wie eine Walnuss und wiegt ähnlich viel. Das heißt: Sie passt in fast jedes Türchen, aber sie krümelt. Wer die Kugeln nackt in Stofftütchen legt, hat am 6. Dezember Erde im Beutel.
- Kleine Papiertüten (5 × 7 cm), zugefaltet und gestempelt. Die günstigste und sauberste Lösung.
- Butterbrotpapier, wie ein Bonbon eingedreht. Sieht überraschend gut aus und kostet nichts.
- Wachspapier oder Pergamin, wenn der Kalender an einer Leine hängt und die Tütchen sichtbar sind.
- Kein Zellophan, keine Frischhaltefolie. Dicht verpackt und in einer warmen Wohnung kann Restfeuchte nicht raus — das ist der einzige Weg, eine Kugel im Kalender zu ruinieren.
4. Und wann wird geworfen?
Hier liegt der einzige echte Haken, und den löst ein Satz auf dem Zettel: Im Dezember wird nicht geworfen. Eine Kugel, die im Advent auf gefrorenem Rasen landet, ist Vogelfutter. Die Kugeln aus dem Kalender werden gesammelt, trocken aufbewahrt und ab März ausgebracht — dann keimt, was drin ist.
Wer nicht bis März warten will: Eine Kugel in einen Topf mit Anzuchterde auf der hellen Fensterbank, angegossen, funktioniert auch im Januar. Es blüht dann früher und kleiner, aber es passiert etwas — und bei Kindern ist genau das der Punkt. Ausführlich steht das alles im Wurfkalender und in Samenbomben im Winter.
5. Vierundzwanzig Türchentexte zum Abschreiben
Kurze Sätze, ein Satz pro Türchen. Du darfst sie eins zu eins übernehmen.
1 — „In dieser Kugel schläft eine Blume. Sammle sie, bis der Kalender leer ist."
2 — „Erde, Lehm, Saatgut. Mehr steckt nicht drin."
3 — „Von Hand gerollt am Küchentisch in Gronau."
4 — „Nicht essen. Auch nicht der Hund."
5 — „Kugel Nummer fünf. Wo soll es bei euch blühen?"
6 — „Der Nikolaus bringt heute keine Schokolade, sondern eine Wiese."
7 — „Was braucht eine Blume? Erde, Wasser, Licht, Geduld."
8 — „Diese Kugel darf nicht nass werden. Noch nicht."
9 — „Bienen mögen offene Blüten. In dieser Kugel sind welche."
10 — „Zehn von vierundzwanzig. Sammelglas halb voll."
11 — „Ein Schmetterling legt seine Eier nur auf bestimmten Pflanzen ab. Welche?"
12 — „Halbzeit."
13 — „Heute: ein Topf. Da kommt später Erde rein."
14 — „Suche schon mal die Stelle im Garten aus."
15 — „Ein Löffel Erde enthält mehr Lebewesen als die Erde Menschen hat."
16 — „Diese Kugel ist für den Balkon."
17 — „Nächstes Jahr um diese Zeit ist alles verblüht — und trotzdem war es schön."
18 — „Ein Stäbchen zum Beschriften. Was soll draufstehen?"
19 — „Vier Kugeln passen in einen Balkonkasten. Nicht mehr."
20 — „Werfen darf man nur im eigenen Garten. Warum wohl?"
21 — „Der kürzeste Tag. Ab morgen wird es heller."
22 — „Bald ist es soweit."
23 — „Morgen kommt das Große."
24 — „Frohe Weihnachten. Im März geht es los."
6. Der Zeitplan
- Anfang November
Kugeln bestellen. Handgerollte Ware braucht Trockenzeit, und im Advent wird es bei mir eng. Wer im Dezember bestellt, wird nervös.
- Mitte November
Tütchen, Zahlen, Kordel, Stempel besorgen. Eine Kugel probeweise einpacken, bevor du vierundzwanzig Tütchen kaufst.
- Ende November
Packabend. Zettel schreiben, Tütchen füllen, aufhängen. Das dauert länger als gedacht, plane zwei Stunden ein.
- 1. Dezember
Losgehen lassen. Sammelglas oder Schachtel danebenstellen — da kommen die geöffneten Kugeln hinein.
- März
Sammelglas rausholen und werfen. Das ist der eigentliche zweite Teil des Kalenders.
7. Für Vereine, Kitas und Firmen
Wenn zwanzig gleiche Kalender gepackt werden sollen, ändert sich die Rechnung: Bei sechzehn Kugeln pro Kalender sind das 320 Stück. Solche Mengen plane ich gern mit — auch mit fester Sortenaufteilung, damit in jedem Kalender dieselbe Mischung steckt. Schreib mir einfach die Stückzahl und den Termin.
Die häufigsten Fehler
- Luftdicht verpackt — Restfeuchte kann nicht entweichen.
- Kalender über der Heizung aufgehängt, monatelang.
- Kein Hinweis, dass erst im Frühjahr geworfen wird.
- Erst Anfang Dezember bestellt.
- Vierundzwanzig Mal dasselbe — ab Türchen acht wird es fad.
Häufige Fragen dazu
Wie viele Samenbomben braucht man für einen Adventskalender?
Für einen Kalender, in dem hinter jedem Türchen eine Kugel steckt, sind es vierundzwanzig. Wer einzelne Türchen mit Zubehör oder Zetteln füllt, kommt mit sechzehn bis zwanzig Kugeln aus. Ein Set von hundert losen Kugeln reicht für vier komplette Kalender.
Kann man Samenbomben im Dezember werfen?
Besser nicht. Auf gefrorenem oder nassem Boden lösen sich die Kugeln auf, ohne dass etwas keimt, und das Saatgut wird von Vögeln gefressen. Die Kugeln aus dem Kalender werden gesammelt, trocken gelagert und ab März ausgebracht. Für Ungeduldige geht auch ein Topf mit Anzuchterde auf der Fensterbank.
Wie verpackt man eine Samenbombe im Adventskalender?
Am besten in kleinen Papiertüten, Butterbrotpapier oder Pergamin, locker verschlossen. Luftdichte Folie ist der einzige echte Fehler: Wenn Restfeuchte nicht entweichen kann, verdirbt die Kugel in der warmen Wohnung.
Halten die Kugeln vom Dezember bis zum Frühjahr?
Ja. Trocken, kühl und dunkel gelagert bleiben sie mindestens bis zur nächsten Saison keimfähig. Ein Schuhkarton im unbeheizten Flur ist besser als das Regal über der Heizung.
Wann sollte ich für einen Adventskalender bestellen?
Anfang November. Die Kugeln werden von Hand gerollt und müssen danach durchtrocknen, und im Advent wird es bei mir eng. Wer erst im Dezember bestellt, hat es knapp.