Samenbomben selber machen — Workshop-Anleitung & Rezept | Seedball Roadshop
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Samenbomben selber machen

Ein Samenbomben-Workshop braucht drei Zutaten, zwei Tage Geduld und keinerlei Vorkenntnisse. Hier steht das Rezept, das ich seit Jahren in der eigenen Werkstatt benutze — mit den Mengen, die für eine Gruppe wirklich reichen. Saatbomben, Samenkugeln, Seedballs: gemeint ist immer dieselbe Kugel aus Erde, Lehm und Saatgut.

Sechs Schritte

So läuft der Workshop

  1. Material zusammenstellen

    Für rund dreißig Kugeln brauchst du fünf Handvoll Tonpulver oder Lehmerde, drei Handvoll feine Pflanzerde ohne Torf, eine Handvoll Saatgut und Wasser. Dazu eine große Schüssel, ein Backblech und Zeitungspapier für den Tisch.

  2. Trocken mischen

    Lehm und Erde in der Schüssel gründlich vermengen, bis die Farbe gleichmäßig ist. Erst danach das Saatgut unterheben — so verteilt es sich, ohne zu verklumpen.

  3. Wasser in kleinen Schlucken zugeben

    Wasser esslöffelweise dazugeben und mit den Händen kneten. Die Masse ist richtig, wenn sie sich formen lässt und nicht mehr an den Fingern klebt. Zu nass wird zäh, zu trocken zerfällt.

  4. Kugeln rollen

    Etwa walnussgroße Portionen abnehmen und zwischen den Handflächen rund rollen. Kinderhände machen kleinere Kugeln — das ist völlig in Ordnung, sie keimen genauso.

  5. Zwei Tage trocknen lassen

    Die Kugeln auf das Backblech legen, nicht stapeln, und an einem luftigen Platz im Schatten trocknen. Nie in den Ofen oder in die pralle Sonne: Hitze schadet den Samen.

  6. Verpacken oder werfen

    Trocken sind die Kugeln monatelang haltbar. In Papiertütchen, Gläsern oder Jutebeuteln werden sie zum Gastgeschenk. Zum Aussäen einfach auf lockere Erde legen und angießen.

Für welche Gruppe

Mengen, Zeit und Aufwand

Ein Workshop mit zehn Personen dauert etwa vierzig Minuten, eine Schulklasse braucht eine gute Stunde. Gerollt wird im Stehen, getrocknet wird woanders — der Tisch ist danach wieder frei.

Wie viel Material brauche ich für eine Schulklasse?

Rechne pro Person drei bis fünf Kugeln. Für fünfundzwanzig Kinder reichen etwa vier Kilo Tonpulver, zweieinhalb Kilo torffreie Erde und hundert Gramm Saatgut. Plane pro Gruppe eine gute Stunde ein, plus zwei Tage Trockenzeit.

Welches Saatgut eignet sich?

Einjährige, heimische Blühmischungen ohne chemische Beize. Ungefüllte Blüten liefern Nektar und Pollen — gefüllte Zierformen sind für Insekten wertlos. Finger weg von Arten, die im eigenen Umfeld nicht heimisch sind.

Welches Verhältnis von Lehm zu Erde ist richtig?

Bewährt hat sich etwa fünf Teile Lehm auf drei Teile Erde und ein Teil Saatgut. Mehr Lehm macht die Kugel stabiler, mehr Erde macht sie bröseliger, aber nährstoffreicher.

Kann ich fertige Samenbomben für den Workshop bestellen?

Ja. Wenn Zeit oder Platz zum Rollen fehlt, gibt es die Kugeln fertig gerollt: zwanzig, vierzig oder hundert lose Stück, auf Wunsch mit eigenem Anhänger. Schreib mir kurz, für wie viele Leute du planst.

Dürfen die fertigen Kugeln überall geworfen werden?

Auf eigenen Flächen ja, auf fremden nur mit Erlaubnis. Naturschutzgebiete, Wegränder an Äckern und Flächen mit geschützter Vegetation bleiben tabu. Balkon, Hochbeet und der eigene Garten sind immer richtig.

Lieber fertig gerollt?

Hundert lose Kugeln, auf Wunsch mit eigenem Anhänger

Wenn die Zeit zum Rollen fehlt, übernehme ich das. Lose Samenbomben gibt es ab zwanzig Stück, für Hochzeiten, Firmenaktionen und Vereinsfeste auch in größeren Mengen.

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